Donau-Panoramaweg in der Presse

Interview mit Michael Körner, Wegemanager für den Goldsteig und den Donau-Panoramaweg beim Tourismusverband Ostbayern

Michael Körner, Wegemanager Tourismusverband Ostbayern e.V.
Michael Körner, Wegemanager Tourismusverband Ostbayern e.V.

NEU: STADT-, LAND-, FLUSSWANDERN AUF DEM DONAU-PANORAMAWEG

 

„Stadt-, Land-, Flusswandern am Donau-Panormaweg ist sich treiben lassen, von der Stadt durch das Land an den Fluss. Und hier und da wie eine Flaschenpost an einem Strand seiner Wahl zu landen. An der Donau kann man einem Hauch von Huckleberry-Finn-Romantik nachspüren. Man muss sich nur einlassen auf den Weg entlang der Donau. Dann wird er einem entgegenkommen und ihm seine schönsten Seiten offenbaren.“

 

Regensburg (tvo). Mit der Eröffnung des neuen 220 Kilometer langen Donau-Panoramaweges Ende Juli bieten sich Wanderern fantastische Möglichkeiten, die Strecke zwischen Neustadt an der Donau und Passau mit ihren abwechslungsreichen Landschaften, den Donau-Auen und charmanten Städten kennenzulernen.
Vorbei an Klöstern, Burgen und Sehenswürdigkeiten, auch mal quer durch die Stadt und immer entlang der Donau führt der Wanderweg, der als Fortsetzung des österreichischen Donausteigs seinem Namen alle Ehre macht.

 

Michael Körner, Wegemanager beim Tourismusverband Ostbayern, hat die Entstehung des neuen Wanderweges von der Pike an betreut. Der erfahrene Fernwanderer weiß, worauf es bei qualitätsvollen Wegen ankommt:

eine reizvolle Streckenführung gepaart mit Sehenswürdigkeiten, guter Verkehrsanbindung, Gastronomie und soliden Übernachtungsmöglichkeiten.

Herr Körner, was zeichnet den Donau-Panoramaweg aus?

Der Donau-Panoramaweg bietet alles, was sich Freunde des reduzierten Unterwegsseins – also Wanderer, die sich nur mit dem Wesentlichen ausgerüstet aufmachen – wünschen:

komfortable Wanderinfrastruktur, gute Anbindung an öffentliche Nahverkehrsmittel, leichte Erreichbarkeit des Wanderweges und flexible Einstiege, Unterkünfte jeglicher Preisklasse von der Jugendherberge bis zum Hotel.
Dazu kommt der Wechsel zwischen Stadt und Land, das ist einzigartig: Eben war man in der Stadt und hat im Café eine Pause eingelegt oder an einer Führung teilgenommen, nach einer kurzen Zeit ist man wieder auf dem Land und genießt die Natur. Dazu gibt es auf der Donau immer etwas zu beobachten: Schiffe, Fähren, Kreuzfahrtschiffe. Langweilig wird es auf dem Donau-Panoramaweg jedenfalls nie.

Wem würden Sie eine Wanderung auf dem Donau-Panoramaweg empfehlen?

Auf dem Donau-Panoramaweg fühlen sich alle wohl, die auf eine leichte und schöne Weise entlang der Donau 220 Wanderkilometer zurücklegen wollen, was ja auch in Etappen möglich ist. Das sind Familien mit Kindern, ungeübte und erfahrene Fernwanderer, Kulturinteressierte, Naturfreunde und Vogelbeobachter.
Kurzum jeder vom Schlenderer, Spaziergänger, Jogger und Wanderer bis hin zum Hobbyfotografen. Jeder, der weite Horizonte und weiß-blauen Himmel liebt.

Beim Thema Wandern denkt man in erster Linie an Berge, Wälder und Wiesen. Der Donau-Panoramaweg führt aber bewusst auch durch Städte. Wie passt das zusammen?

Als erfahrener Fernwanderer kann ich dazu nur sagen: Das passt wunderbar zusammen!
Der erste und der letzte Abend einer Langstreckenwanderung sind immer etwas Erhebendes. Die Vorfreude auf die Tour und der erfolgreiche Abschluss sind für Wanderer von besonderer Bedeutung. Warum nicht diese besonderen Momente mit den Annehmlichkeiten verbinden, die nur eine Stadt bieten kann? Auch Wanderer schätzen Biergärten, Bars und Restaurants.

Einen Wandertag in einer Stadt wie Regensburg an einem herrlichen Sommerabend ausklingen zu lassen, die Gemütlichkeit eines typisch niederbayerischen Ortes mit seinem Biergarten zu genießen, dies macht Wandern in seiner Vielfalt erlebnis- und abwechslungsreich.

Und genau darin liegt auch der Vorzug des Donau-Panoramaweges:

Wer auf ihm unterwegs ist, lernt tatsächlich Land und Leute kennen, die Natur und die bunte städtische Kultur. Dazu gehören traditionelle Feste und Bräuche wie Maibaum aufstellen, Osterbrunnen schmücken, aber auch Festbieranstiche und das überregional bekannte Gäubodenfest in Straubing.

Wie viel Zeit sollte man sich für den Donau-Panoramaweg nehmen?

Der Donau-Panoramaweg bietet links und rechts der Strecke viele Schätze, welche entdeckt werden wollen. Daher wäre es sicherlich besser, mehr als zehn Tage für die Tour zu reservieren.

Denn der Weg ist mehr oder weniger wie ein Leitfaden oder ein Rezept, aus dem sich der Wanderer sein persönliches Menü zusammenstellen und mit Erlebnissen würzen kann. Je genauer man die Wanderung plant, desto erlebnisreicher kann die Tour je nach Tages- oder Jahreszeit werden.

Was sollte man auf jeden Fall gesehen haben? Welche Stationen sind Ihre Favoriten?

Von Neustadt an der Donau über Bad Gögging nach Weltenburg – die Tour durch das Hopfenland ist mein Tipp für Frühaufsteher. Die Sonne geht zwischen den Hopfenfeldern auf, der Morgentau schwindet, einfach herrlich.

Eine meiner Lieblingsunternehmungen am Donau-Panoramaweg ist die Wanderung von Kelheim zum Kloster Weltenburg und mit einer Zille bis zum Klösterl zurückzufahren. Mit etwas Glück erhascht man einen Blick auf Eisvögel.

Der Max-Schultze-Steig führt von Bad Abbach bis nach Regensburg mit seiner bewegten Geschichte. Dann passiert man die Walhalla, läuft entlang eines der kleinsten Weinanbaugebiete in Deutschland auf der ehemaligen Bockerltrasse nach Wörth a. d. Donau.

Sehr spirituell ist die gesamte Strecke durch den Landkreis Straubing, vorbei an Altwässern und Vogelparadiesen. Der Weg führt über einen der heiligen Berge Bayerns, den Bogenberg. Man kann der Geschichte des bayerischen Wappens nachspüren und weiß dann, dass die blau-weißen Rauten in Bogen ihre Heimat haben. Ab Straubing sind traumhafte Donaustrände im Sommer wahre Oasen der Ruhe.

Im Landkreis Deggendorf kommen die Wanderer in Kontakt mit großer Klostergeschichte, Kloster Metten und Abtei Niederalteich liegen am Weg. Stellenweise wandert man parallel zu den Pilgerwegen Jakobsweg und Via Nova. Dann wandelt sich Landschaft.

Ein Planetenweg begleitet den Wanderer ab Hofkirchen in Richtung Passau, schöne Ortsabstecher nach Vilshofen können den Weg bereichern. In Windorf wird man auf die Geschichte der Bärenfänger stoßen. Wer den Blick über die Altwässer gleiten lässt, kann hier durchaus Wasserschildkröten sehen.
Im Tempo des Schrittes nähert man sich schießlich dem grandiosen Endpunkt, der Veste Oberhaus in Passau. Natürlich lässt sich der Donau-Panoramaweg auch von Passau aus gehen.